9 gute Gründe, eine neue Brücke zu bauen

Sicherheit

Die alte Brücke birgt ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko, deshalb steht sie nicht mehr unter Denkmalschutz. Niemand weiß, wann sie gesperrt werden muss.

Kosten

Der Neubau kostet 40 Millionen Euro weniger als die Sanierung der alten Brücke und Errichtung einer Zusatzbrücke.

Besser für Öffis

Die geplante neue Straßenbahn (Bulgariplatz-Europaplatz-Gruberstraße-Urfahr) kann niemals über die alte Brücke fahren.

Besser für FußgängerInnen & JoggerInnen

Mehr Platz für FußgängerInnen und Kinderwägen – die neue Brücke bietet sogar Balkone und Sitzgelegenheiten.

Besser für RadfahrerInnen

Endlich angemessene Radwege in beide Richtungen.

Besser für PKW-FahrerInnen

Die leistungsfähige Brücke verbessert den Verkehrsfluss, die Anbindung an die Hafenstraße ordnet Verkehrsströme besser.

Brücke einer Stahlstadt

Die neue Brücke ist eine moderne, offene Stahlbrücke und passt deshalb besonders gut zu Linz.

Erinnerung an das Alte

Die großen Bögen der neuen Brücke erinnern respektvoll an ihre lieb gewonnene Vorgängerin.

Stadtentwicklung

Die neue Brücke unterstützt die Entwicklung des Linzer Ostens (von der Tabakfabrik bis zum Hafen).
  • „Alle Szenarien, die einen Erhalt des Bestands vorsehen, wären mit unvertretbaren technischen und wirtschaftlichen Nachteilen verbunden. Es würden Sicherheitsrisiken bestehen bleiben, die auch durch bestmögliche Sanierung des Bestands nicht ausgeschaltet werden könnten.“ Bescheid des Bundesdenkmalamts

  • „Die Schweißbarkeit des Stahls der Bestandskonstruktion dieser Brücke ist im Allgemeinen nicht gegeben.“ Gutachten Univ. Prof. Fink

  • „Das Zuverlässigkeitsniveau der Stahlkonstuktion der Brücke ist im gegenwärtigen Zustand geringer als das in den österreichischen Normen festgelegte Niveau.“ Bescheid des Bundesdenkmalamts

6 gute Gründe gegen eine unnachhaltige Lösung

Die alte Brücke ist nicht mehr funktional

Die Brücke könnte zwar teuer saniert werden, aber keine Verbesserung der Funktion für alle Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und öffentlicher Verkehr) möglich.

2-Brückenlösung ästhetisch zweifelhaft

Laut Bundesdenkmalamt ist die 2-Brückenlösung denkmalpflegerisch negativ, da eine gestalterische Veränderung des Erscheinungsbilds der Eisenbahnbrücke stattfindet.

Die Kosten für den Erhalt steigen

Die 110 Jahre alte Brücke wurde bereits 1980 aufwändig generalsaniert. Die alte Brücke hat ihren Charme, aber der Aufwand, um sie benutzbar zu erhalten, steigt und steigt.

Geringe Leistungsfähigkeit

Selbst nach Sanierung kann die Brücke nur mehr von FußgängerInnen und RadfahrerInnen genutzt werden. Linz braucht mehr, nicht weniger Brücken!

Verpasste Chance

Auch AEC, Lentos, Musiktheater, A7-Untertunnelung und Pöstlingbergbahn wurden zuerst mit Skepsis aufgenommen. Gut, dass man die Projekte trotzdem umgesetzt hat.

Teuerste Lösung

Die 2-Brücken-Lösung kostet 40 Millionen mehr, dazu kommen höhere laufende Kosten für den Erhalt der alten Brücke.

UnterstützerInnen

Linz braucht eine zusätzliche leistungsfähige Donaubrücke. Mein täglicher Arbeitsweg führt mich zwei Mal am Tag über die Donau. Dazu kommen fast täglich dienstliche Fahrten vom Firmensitz in Urfahr ins Zentrum von Linz – entweder über die Eisenbahnbrücke oder die Nibelungenbrücke. In der aktuellen Situation muss man zu Stoßzeiten zusätzlich zur normalen Fahrzeit auch immer Stauzeiten mit einkalkulieren.Durch eine neue leistungsfähige Brücke erwarte ich mir eine Entschärfung der aktuellen Situation und dass dem Wort Fließverkehr wieder die ursprüngliche Bedeutung zukommt.
Mag. Ing. Gerhard Luftensteiner, Vorstandsvorsitzender KEBA
Leider werden Diskussionen über Infrastrukturprojekte meist emotional und unsachlich geführt. Die wirtschaftlichen Vorteile, die eine neue Donaubrücke für den gesamten Zentralraum bringt, sind in der Debatte bislang noch nicht gewürdigt worden. Daher unterstütze ich diese überparteiliche Initiative.Der Wirtschaftsraum Oberösterreich muss ganz generell seine Verkehrsinfrastruktur weiter verbessern, um im Europa der Regionen wettbewerbsfähig zu bleiben. Dabei wird der Ausbau des öffentlichen Verkehrs eine große Rolle spielen. Neben einer zweiten Schienenachse und der regionalen Verkehrsschließung mit S-Bahnen sowie einer direkten Bahnanbindung an den Flughafen Schwechat ist eine neue Donaubrücke unerlässlich. Noch besser wären zwei.
Dipl.Ing. Helmut Fallmann, Mitglied des Vorstands der Fabasoft AG
Als Architekt bin ich sehr für den Erhalt von Denkmälern, aber auch für die Weiterentwicklung und Schaffung von Neuem. Derzeit wird eine einsitige Diskussion geführt, welche die fachlichen Argumente alleine auf den Erhalt der Eisenbahnbrücke reduziert. Nicht gesagt wird dass diese in der Funktion nicht mehr ausreichend leistungsfähig ist. Eine Doppelbrückenlösung direkt nebeneinander ist wegen der gegenseitigen Beeinträchtigung keine taugliche Alternative.Die alte Brücke kann vielleicht an anderer Stelle eine (Teil)Verwendung finden. Eine neue leistungsfähige Brücke ist jedenfalls funktional erforderlich. Diese bietet städtebauliche Entwicklungschancen und muss mit allen Aspekten bewertet werden. Der Entwurf des Siegerprojektes ist optisch ansprechend und gefällt mir.
Dipl. Ing. Jörg Stögmüller, Architekt
Bei allem Respekt gegenüber der historischen Brücke, sollte man nicht mit Gewalt daran festhalten und „Neues“ ausgrenzen.Primär ist auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur zu achten. Die neue optisch ansprechende Brücke würde der heutigen Anforderungen bestens gerecht werden.
Dipl. Ing. Wolfgang Harmach, Architekt
Unterstützer der Initiative
Dr. Peter Neumann , Vorstandsvorsitzender ENGEL Austria GmbH
Die neue Brücke wird ein öffentlicher Erlebnisraum. Verliebte Paare betrachten den Sonnenuntergang von einem der Balkone aus, Familien mit Kinderwagen fühlen sich durch die Enge nicht mehr bedrängt und schlendern gemütlich über die Brücke. Tabakfabrik, Parkbad, Krankenhäuser und Designcenter erhalten endliche eine Straßenbahn-Anbindung.
Mag. Thomas Gegenhuber, Innovationsforscher an der JKU-Linz
Wo sind die Alternativen? Da haben also 800 LinzerInnen (von ca. 190.000 Einwohnern) unterschrieben, dass sie gegen den Abriss der Eisenbahnbrücke sind. Mich würde interessieren, wie viele davon sich in den angeführten 15.000 Fahrzeugen täglich über die Brücke quälen. Zwei Busse können kaum aneinander vorbei, da die Fahrbahn zu eng ist.Das gleiche gilt für Radfahrer, und für die Fußgänger ist es ein hohes Risiko, die Fahrbahn auf der Linzer Seite zu überqueren (nötig, da hier der Gehweg aufhört). Die bestehende Brücke umzubauen, geht nicht. Also welchen Vorschlag haben die Brücken-Retter, um die Situation zu verbessern? Eine neue Brücke durchs Wohngebiet? Kommen die Vorschläge dazu erst nächstes Jahr nach der Wahl?
Ursula Baumgartner, Angestellte
Brücken bauen.Der ewige Widerstreit zwischen Tradition und Moderne scheint in Linz seinen Austragungsort durch die Eisenbahnbrücke gefunden zu haben. Alt gegen neu, Lager gegen Lager, Gutachten gegen Gutachten, Emotion gegen Ratio – BrückerhalterInnen gegen BrückenbauerInnen. Die Debatte muss geführt werden, das ist wichtig und richtig. Es geht hier um kulturelles Allgemeingut, um ein historisches Erbe aber vor allem um unsere Stadt Linz und deren positive, dynamische Entwicklung. Es geht also für und nicht gegen etwas!Die Brücke wurde als Brücke für die Eisenbahn gebaut. Sie hatte große Zeiten und dem muss man mit Respekt begegnen. Doch die Anforderungen haben sich geändert, Linz hat sich geändert, unsere Art zu leben hat sich geändert. Wir brauchen keine Eisenbahnbrücke mehr, wir sind bereit für eine Multifunktionsbrücke.Mit der zweiten Straßenbahnachse rückt die Stadt näher zusammen. Distanzen sind schneller und dabei stressfreier zu überwinden und was heute als “abseits vom Schuss“ gilt, dockt an das pulsierende Stadtleben an – ein wichtiges Zeichen für umweltfreundliche Mobilität. Die neue Brücke ist eine Nahtstelle, damit zusammenwächst, was zusammen gehört. Und dabei reden wir nicht von einer fernen Vision, sondern von einem konkreten Projekt, das kurz vor seiner Umsetzung steht. Wenn wir jetzt mit der Arbeit beginnen, rollt die erste Straßenbahn in den nächsten fünf Jahren.Diese Weichenstellung ermöglicht vielen Menschen das sprichwörtlich “schnell in die Stadt fahren” – zum Bummel, ins Konzert, ins Museum, zum Arzt, in den Kindergarten, in die Schule, für Amtswege oder einfach zum Flanieren. Die neue Brücke wird den Charakter der Stadt bereichern und neue Teile beleben. Und sie ist für alle konzipiert: RadfahrerInnen, SpaziergängerInnen, StraßenbahnfahrerInnen, PendlerInnen, LinzerInnen und Nicht-LinzerInnen, Junge und Alte. Wir sind nicht nur Zeuge eines lange herbei gesehnten Moments Linzer Stadtentwicklung sondern können ihn durch unsere Entscheidung auch aktiv mitgestalten.Eine moderne Stadt ist durchzogen von Lebensadern, die den gesamten Stadtorganismus mit Leben erfüllen. Die neue Brücke wird urbanes Blut in die angebundenen Stadteile pumpen und das Zentrum Richtung Osten deutlich ausweiten und aufwerten.Es ist für mich keine einfache Entscheidung, aber ich bin mir sicher, welche die richtige ist: Brücke(n) bauen – Zukunft vergegenwärtigen!
Mag. Chris Müller, Direktor für Entwicklung, Gestaltung und künstlerische Agenden Tabakfabrik Linz
Die neue Donaubrücke bietet die einzigartige Chance den Linzer Stadtraum unmittelbar an die Donau heran zu führen. Im Zuge des Brückenneubaus könnte auf der Südseite ein urbanes Stadtquartier mit unmittelbarem Bezug zum Wasser entstehen. So würden als Auftakt der neuen städtischen Nord-Süd-Achse entlang der neue Straßenbahnlinie bisher ungekannte stadträumliche Angebote geschaffen werden: ein Platz am Flussufer, Cafés, Sonnenterrassen, autofreie Wege, Flächen zum Flanieren und zum Verweilen in unmittelbarem Bezug zur Donau – ein neues städtisches Angebot für Linz.
DI Andreas Kleboth, Architekt
Weitere UnterstützerInnen

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Gutachten und weitere Informationen zur Brückenfrage:

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So sieht die neue Brücke aus:

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Nicht alle sind unserer Meinung. Die Argumente jener, die sich für den Erhalt der jetzigen Brücke aussprechen finden Sie hier:

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